
Warum der Swiss Rotor Hub perfekt zum Flughafen Grenchen passt
Erich Blösch, Präsident des Verwaltungsrats Flughafen Grenchen
Wir freuen uns sehr, dass am Flughafen Grenchen der Swiss Rotor Hub entsteht. Er ergänzt das bisher am Flughafen Grenchen bestehende Angebot und passt ideal in unsere Strategie. Dafür sprechen mehrere Gründe:
Zuallererst die Rolle des Flughafens Grenchen als Ausbildungsflugplatz. Diese Rolle hat der Flughafen Grenchen seit seiner Gründung 1931 eingenommen und in den letzten Jahren konzentrierten immer mehr Anbieter ihre Ausbildungsaktivitäten am Standort Grenchen. Denken Sie an die European Flight Academy des Lufthansa Konzerns, der unter anderem die Piloten der Swiss hier ausbildet, an die SPHAIR-Kurse der Luftwaffe oder die Rega, die seit kurzem ihre erste autonome Ausbildungsbasis in Grenchen betreibt. Diese Entwicklung erklärt, warum mittlerweile mehr als 60% aller Flugbewegungen mit der Ausbildung von Piloten verbunden sind. In diesem Zusammenhang sehe ich auch das Projekt Swiss Rotor Hub. Das Projekt passt perfekt, denn beim Swiss Rotor Hub geht es wie bei uns um Ausbildung, Sicherheit sowie um fliegerische und technische Kompetenz.
Dann die Rahmenbedingungen, die wir am Flughafen Grenchen anbieten können: Wir müssen uns immer wieder vergegenwärtigen, und das ist mir sehr wichtig, dass der Flughafen Grenchen nicht einfach so zum wichtigsten schweizerischen Ausbildungsflughafen geworden ist. Natürlich liegt der Flughafen für die Ausbildung von Piloten nahezu ideal. Die Nähe zum Jura und zu den Alpen, das daraus entstehende topografisch anspruchsvolle Gebiet und die Vielfältigkeit der in Grenchen startenden und landenden fliegerischen Sparten, tragen alle dazu bei, dass sich der Flughafen gut für die Ausbildung eignet. Der Flughafen Grenchen ist aber erst zum wichtigsten schweizerischen Ausbildungsflughafen geworden, weil unsere Denkweise und die Rahmenbedingungen, die wir unseren Partnern anbieten, stimmen. Dieses Umfeld ist für alle Sparten der Fliegerei und für die Ausbildung nahezu ideal. Wir sind ein konzessionierter Regionalflughafen, mit Zollabfertigung und sehr kurzem Check-in. Wir bieten Nachflug- und Allwetterflugbetrieb an. Darüber hinaus können wir die wohl grösste Vielfalt an fliegerischen Sparten anbieten (Flächenflugzeuge, Sportflugzeuge, langsam startende Flugzeuge, schnell startende Business Jets, Segelflugzeuge, Instrumentenflug, etc.). Dieser Mix macht den Flughafen Grenchen für Ausbildungsaktivitäten zwar sehr anspruchsvoll aber auch interessant und einzigartig.
Zuletzt ist auch die Lage des Flughafens mitten in der Schweiz, im Herzen des Hightech-Industrie Clusters zwischen Biel und Solothurn, wichtig. Der Flughafen ist verkehrstechnisch hervorragend angeschlossen. Der Autobahnanschluss ist direkt nebenan und die zwei Bahnhöfe binden Grenchen hervorragend an die öffentlichen Verkehrsmittel an.
Wir dürfen trotz dieser vielen Vorteile nicht vergessen, dass es ohne die Vielfalt an fliegerischen Sparten und ohne die Rahmenbedingungen keine Ausbildung in Grenchen gäbe. Genauso gäbe es ohne die Ausbildung diese Rahmenbedingungen nicht. Hier besteht eine sehr enge Verbindung und die ist zu unserem Standortvorteil geworden. Die Ausbildungsaktivitäten haben noch einen wichtigen Vorteil für den Standort: wir sind bei vielen Neuerungen, wie zum Beispiel den Anflug mit und ohne Instrumente, immer ganz vorne dabei und helfen neue Methoden in die Praxis umzusetzen. Und hier setzt der Swiss Rotor Hub wieder an: bei technologischen Fragen rund um die Mobilität der Zukunft. Ich freue mich persönlich, dass sich Herr Borer für den Standort Grenchen entschieden hat und ich bin davon überzeugt, dass der Flughafen Grenchen und der Swiss Rotor Hub sehr gut zusammenpassen und zusammenarbeiten werden.